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ShadowGamerin bewertet Undercover AD2025 Kei

Verfasst am 17.10.2025 um 10:32 Uhr.

Cyberpunk-Alptraum: Ein Trip ins Jahr 2025


Schweißgebadet sitze ich vor meinem Rechner. Die Neonlichter flackern auf dem Bildschirm, während ich versuche, mich in diesem verrotteten Cyberpunk-Moloch zurechtzufinden. Ein Spiel, das mich mehr gefordert hat, als ich erwartet hatte, und das mich mit einem zwiespältigen Gefühl zurücklässt.

Hardcore-Gamerin? Check. RPGs & Strategiespiele? Check. Endgegner besiegen? Absolut. Seit 2008 zocke ich nun schon, und in dieser Zeit habe ich so einige Spiele kommen und gehen sehen. Aber manchmal stolpere ich über einen Titel, der mich mehr überrascht, als ich es erwartet hätte. So war es auch bei diesem Spiel aus dem Jahr 2000.

Die Grafik? Nun, sagen wir mal so: Wer heutzutage aktuelle AAA-Titel gewohnt ist, wird sich erst einmal anpassen müssen. Die 3D-Modelle sind klobig, die Animationen steif, und die Texturen... naja, die könnten aus einer anderen Ära stammen. Aber hey, wir sind hier, um zu spielen, oder? Und manchmal hat das Gameplay mehr zu bieten als Hochglanz-Optik. Ich habe mich versucht, in die Welt hineinzudenken, in der das Spiel damals erschien. War es vielleicht doch ganz cool, als die Polygonen noch nicht ganz so kantig waren?

Die Story, das ist es, was mich wirklich gepackt hat. Wir befinden uns in einer düsteren Zukunft, in der Megakonzerne die Welt beherrschen und die Reichen im Luxus schwelgen, während der Rest der Bevölkerung in Armut und Verbrechen versinkt. Als Söldner stolpert man in eine Verschwörung, die größer ist als man zunächst annimmt. Ich liebe ja Geschichten, in denen nichts so ist, wie es scheint. Die Atmosphäre ist dicht und beklemmend, perfekt für ein Cyberpunk-Setting. Überall Neonlichter, verrottete Slums und zwielichtige Gestalten. Ich habe mich sofort in dieser Welt verloren gefühlt. Die Charaktere? Nun, sie sind nicht alle gleich tiefgründig, aber sie haben alle ihre Ecken und Kanten und man muss sich irgendwie mit ihnen arrangieren.

Das Gameplay ist eine Mischung aus RPG und taktischen Elementen. Man steuert eine kleine Gruppe von Söldnern, die man nach und nach anheuern und ausrüsten kann. Man muss Aufträge annehmen, um Geld zu verdienen, seine Fähigkeiten verbessern und seine Ausrüstung aufbessern. Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab, wobei man die Positionierung und die Fähigkeiten seiner Charaktere strategisch einsetzen muss. Das hat mir gefallen, denn ich liebe taktische Herausforderungen. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mich in das Kampfsystem eingefunden hatte, aber dann hat es richtig Spaß gemacht. Ich mag es, wenn ich meine Züge planen und überlegen muss. Einfach nur draufhauen ist nicht meins.

Was mich aber auch ein wenig gestört hat, war das Inventarmanagement. Es gibt so viele Waffen, Ausrüstungsgegenstände und andere Krimskrams, dass man schnell den Überblick verliert. Manchmal hat man das Gefühl, dass man mehr Zeit damit verbringt, das Inventar zu sortieren, als tatsächlich zu spielen. Ein anderes Manko sind die Ladezeiten. In der heutigen Zeit ist man schnell genervt, wenn es ewig dauert, bis ein Level geladen ist, das nervt total.

Ein weiterer Aspekt, der mich hin- und hergerissen hat, ist die KI der Gegner. Manchmal benehmen sie sich wie Hirntote und laufen einfach blind in die Schusslinie. Dann gibt es aber wieder Momente, in denen sie clever vorgehen und einen richtig in die Bredouille bringen. Das ist ein bisschen inkonsistent, was manchmal frustrierend ist. Ich bin eigentlich jemand, der gerne gegen schlaue Gegner kämpft, aber ich brauche auch eine gewisse Fairness.

Trotz all dieser kleinen Makel hat mich dieses Spiel gefesselt. Ich mag die düstere Atmosphäre, die komplexe Story und das taktische Gameplay. Es ist ein Spiel, das mich gefordert und unterhalten hat. Ich habe mich gefühlt wie ein Teil dieser dreckigen, aber faszinierenden Welt. Ich bin ja immer noch ein bisschen stolz darauf, den Endgegner besiegt zu haben. Der Endbosskampf hat mich dann doch nochmal richtig gefordert. Stunden habe ich gebraucht, bis ich die richtige Taktik gefunden hatte. Aber hey, das ist es doch, was das Zocken so aufregend macht, oder?

Für mich ist dieses Spiel wie eine alte, verstaubte Schallplatte. Die Kratzer und das Knistern sind zwar nicht zu überhören, aber die Musik ist immer noch gut. Ich kann es jedem Fan von Cyberpunk-Spielen und taktischen RPGs ans Herz legen, der bereit ist, über die veraltete Grafik und einige technische Mängel hinwegzusehen. Ich kann sagen, dass ich meine Zeit hatte, und es ist definitiv besser, als ich erwartet hatte.

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