Zombie-Apokalypse? Check. Vier Überlebende, die sich durch Horden von Untoten kämpfen? Check. Ein kooperatives Erlebnis, das süchtig macht? Doppel-Check. Wir nehmen das Spiel unter die Lupe und sehen, ob es mehr als nur ein weiterer Eintrag im Zombie-Shooter-Genre ist.
Als Casual Gamer und großer Fan von packenden Geschichten war ich schon immer ein großer Fan von Zombie-Spielen. Die Vorstellung, mit Freunden gegen Horden von Untoten zu kämpfen, hat mich schon immer gereizt. Als ich dann von einem neuen Titel erfuhr, der genau das versprach, war meine Neugier geweckt. Nach einigen Stunden Spielzeit kann ich sagen: Es ist ein tolles Spiel, aber es hat auch ein paar Macken.
Die Story, nun ja, sie ist vorhanden, aber jetzt nicht gerade bahnbrechend. Im Grunde geht es darum, dass eine tödliche Seuche die Menschheit dezimiert hat und nun die "Ridden" die Welt unsicher machen. Eine Gruppe von Überlebenden, die "Cleaner", nimmt den Kampf auf, um die Ridden zu bekämpfen und die Menschheit zu retten. Das ist jetzt kein Plot, der die Welt neu erfindet, aber er dient als solider Rahmen für das, was das Spiel wirklich ausmacht: das Gameplay.
Das Gameplay ist der wahre Star. Das Spiel ist ein Ego-Shooter, der sich stark auf Kooperation konzentriert. Man spielt mit bis zu drei Freunden oder mit KI-Verbündeten, um sich durch verschiedene Level zu kämpfen. Die Level sind abwechslungsreich gestaltet und bieten eine gute Mischung aus Innen- und Außenbereichen. Man kämpft sich durch Straßen, Gebäude, U-Bahnen und vieles mehr. Die Level sind auch recht groß, was dem Spiel ein gutes Gefühl der Immersion verleiht.
Einer der coolsten Aspekte des Spiels ist das Kartensystem. Vor jeder Mission kann man ein Deck aus Karten zusammenstellen, die verschiedene Vorteile bieten. Das kann alles sein, von erhöhten Waffen-Schaden über mehr Munition bis hin zu schnellerer Heilung. Die Karten werden nach dem Zufallsprinzip gezogen, was das Spiel jedes Mal etwas anders macht und für eine gewisse Unvorhersehbarkeit sorgt. Es gibt auch "Corruption Cards", die das Spiel für die Spieler erschweren können, z. B. durch das Erscheinen besonders starker Gegner oder durch Umweltbedingungen, die das Überleben erschweren. Das Kartensystem sorgt für eine Menge Tiefe und Wiederspielwert.
Die Waffen im Spiel sind vielfältig und machen Spaß. Von Pistolen und Schrotflinten bis hin zu Sturmgewehren und Scharfschützengewehren gibt es eine große Auswahl. Jede Waffe fühlt sich anders an und hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Das Waffen-Handling ist gut, und das Schießen fühlt sich befriedigend an. Es gibt auch eine Menge Anpassungsmöglichkeiten für die Waffen, sodass man sie an seinen Spielstil anpassen kann.
Die Feinde im Spiel sind abwechslungsreich und machen Spaß. Neben den normalen Ridden gibt es auch Spezialgegner, die besondere Fähigkeiten haben. Es gibt z. B. den "Tallboy", der einen riesigen Arm hat, mit dem er Spieler niederschlagen kann, oder den "Hocker", der Giftgas ausstößt. Die Spezialgegner sorgen für eine willkommene Abwechslung und fordern die Spieler heraus.
Das Spiel ist am besten, wenn man es mit Freunden spielt. Die Kommunikation und Koordination sind entscheidend für den Erfolg. Es macht einfach unglaublich viel Spaß, sich mit seinen Freunden durch die Horden von Untoten zu kämpfen und gemeinsam die Missionen zu meistern. Das Spiel unterstützt auch den Einzelspieler-Modus mit KI-Verbündeten, aber ich muss ehrlich sagen, dass das Spielerlebnis im Koop-Modus deutlich besser ist.
Was mir an dem Spiel nicht so gut gefallen hat, ist die KI der KI-Verbündeten. Sie sind manchmal etwas ungeschickt und treffen nicht immer die besten Entscheidungen. Auch die Story ist, wie bereits erwähnt, nicht besonders tiefgründig. Sie dient als Grundlage, aber die Charaktere und die Welt werden nicht sonderlich stark ausgearbeitet. Ich hätte mir hier etwas mehr gewünscht.
Auch die Progression fühlt sich am Anfang etwas langsam an, bis man sein Deck und seine Waffen gut ausgebaut hat. Man muss eine Weile spielen, um die besten Karten freizuschalten und die Waffen aufzurüsten. Das kann etwas frustrierend sein, vor allem, wenn man mit dem Spiel anfängt. Aber wenn man erst einmal ein gutes Deck hat und die Waffen aufgerüstet hat, dann macht das Spiel umso mehr Spaß.
Trotz dieser kleinen Mängel ist es ein tolles Spiel. Das Gameplay ist fesselnd, die Waffen machen Spaß und die Kooperation mit Freunden ist einfach unschlagbar. Wenn man ein Fan von Zombie-Shootern ist oder einfach nur ein spaßiges Koop-Erlebnis sucht, dann ist man hier genau richtig. Es bietet eine Menge Wiederspielwert und die Möglichkeit, das Spiel immer wieder neu zu erleben.
Insgesamt ist das Spiel ein solider Eintrag in das Genre der Zombie-Shooter. Es hat seine Stärken im Gameplay und in der Kooperation, aber es hat auch ein paar Schwächen in Bezug auf die Story und die KI der KI-Verbündeten. Trotzdem ist es ein Spiel, das ich jedem empfehlen kann, der nach einem spaßigen Koop-Erlebnis sucht. Man bekommt ein rasantes Gameplay, eine Menge Action und die Möglichkeit, mit Freunden zu spielen. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass die Story nicht das Highlight des Spiels ist.
Wer auf der Suche nach einer epischen Geschichte ist, die tiefgründig und emotional ist, wird hier vielleicht enttäuscht werden. Aber wer einfach nur Spaß haben und sich mit Freunden durch Zombiehorden kämpfen will, der wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Das Spiel ist ein tolles Beispiel dafür, wie man ein Koop-Spiel gestalten kann, das Spaß macht und süchtig macht. Also schnappt euch eure Freunde, packt eure Waffen ein und stürzt euch in die Apokalypse! Ihr werdet es nicht bereuen.